Die Schweiz nimmt an der 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) teil
Bern, 10.09.2026 — Vom 14. bis 18. September 2026 findet in Wien die 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) statt. Die Bedeutung der Kernenergie für eine sichere Energieversorgung nimmt international zu. Die aktuellen geopolitischen Herausforderungen unterstreichen die Bedeutung der Konferenz. Bundesrat Albert Rösti, Vorsteher des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), wird die Schweiz persönlich vertreten.
Die Schweizer Delegation wird geleitet von Benoît Revaz, Direktor des Bundesamts für Energie. Die Delegation setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), des Bundesamts für Energie (BFE), des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI).
Die Schweiz bekräftigt ihre Unterstützung für die zentralen Anliegen der IAEA, insbesondere nukleare Sicherheit, Sicherung und Überprüfung sowie für die friedliche Nutzung der Kernenergie und die technische Kooperation. Zugleich unterstützt sie die Weiterentwicklung von Sicherheitsstandards, die einen sicheren Betrieb von Kernkraftwerken garantieren, sowie die nukleartechnische Forschung und ein ausgewogenes IAEA-Budget. Des Weiteren engagiert sich die Schweiz für Transparenz, Risikoreduktion und starke Kontrollmechanismen.
Angesichts anhaltender Konflikte in Europa und im Nahen Osten warnt die Schweiz vor erhöhten Risiken für Nuklearanlagen und fordert den strikten Schutz dieser Einrichtungen gemäss humanitärem Völkerrecht.
Der Jahresbeitrag der Schweiz an die IAEA beträgt ca. 4 Millionen Franken, was rund 1% des gesamten ordentlichen Haushalts der IAEA entspricht. Zudem unterstützt die Schweiz den IAEA-Fonds für technische Kooperation mit etwa 950'000 Franken pro Jahr.
Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) ist das wichtigste internationale Forum für die wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Sie wurde 1957 als unabhängige Organisation innerhalb des Systems der Vereinten Nationen gegründet und hat derzeit 181 Mitgliedstaaten. Die Schweiz ist Gründungsmitglied der IAEA.
