Das EDA schliesst vorübergehend seine Botschaft in Iran
Bern, 11.03.2026 — Angesichts des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten und des steigenden Sicherheitsrisikos hat das EDA entschieden, die Schweizer Botschaft in Teheran vorübergehend zu schliessen. Der Botschafter und fünf Schweizer Mitarbeitende haben den Iran heute auf dem Landweg verlassen und befinden sich mittlerweile ausserhalb des Landes in Sicherheit. Sobald es die Lage erlaubt, werden die Mitarbeitenden nach Teheran zurückkehren. In Absprache mit den betroffenen Ländern hält die Schweiz im Rahmen ihrer Guten Dienste den Kommunikationskanal zwischen den USA und Iran weiterhin offen.
Wegen der Angriffe der USA und Israels gegen Iran sowie der Angriffe des Iran auf verschiedene Länder des Nahen und Mittleren Ostens kann die Sicherheit des Personals der Schweizer Botschaft in Teheran nicht mehr länger gewährleistet werden. Das EDA hat daher entschieden, seine Botschaft in Teheran vorübergehend zu schliessen. Bereits am 3. März hatten vier Schweizer Mitarbeitende das Land verlassen. Die restlichen sechs Mitarbeitenden, darunter Botschafter Olivier Bangerter, haben heute den Iran auf dem Landweg verlassen.
Sowohl die USA als auch Iran wurden über die vorübergehende Schliessung der Botschaft und die Abreise des Schweizer Botschaftspersonals informiert. Die Schweiz steht weiterhin als Übermittlerin von Mitteilungen, welche die Parteien als nützlich erachten, zur Verfügung. Das Schutzmachtmandat, innerhalb dessen die Schweiz die Interessen der USA gegenüber Iran vertritt, kann geografisch unabhängig wahrgenommen werden. Im Auftrag der US-Behörden hält das EDA amerikanische Staatsangehörige in Iran über die Website der Foreign Interest Section über Risiken und Massnahmen auf dem Laufenden.
