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MedienmitteilungVeröffentlicht am 27. März 2026

Hochrangiges Treffen der G10 in Yaoundé

Bern, 27.03.2026 — Hohe Beamtinnen und Beamte der G10-Mitglieder trafen sich am 27. März 2026 am Rande der 14. Ministerkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) in Yaoundé (Kamerun). Auf Einladung der Schweiz erörterten die G10-Mitglieder die aktuellen Entwicklungen bei den WTO-Agrarverhandlungen. Sie betonten ihre Bereitschaft, sich konstruktiv an den Agrargesprächen während der MC14 und darüber hinaus zu beteiligen und dabei die Vereinbarkeit mit ihren jeweiligen Agrarpolitiken sicherzustellen und ihre Interessen als Nettoimporteure von Nahrungsmitteln berücksichtigt werden.

Die G10 ist eine von der Schweiz koordinierte Gruppe, die in den WTO-Agrarverhandlungen gemeinsame Positionen aus der Sicht der Nettoimporteure von Nahrungsmitteln vertritt. Jean-Marc Chappuis, stellvertretender Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft, leitete das Treffen hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter der G10-Mitglieder. Die G10-Mitglieder unterstrichen ihre gemeinsame Unterstützung eines funktionsfähigen und regelgestützten multilateralen Handelssystems, insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen geopolitischen Umfelds, und tauschten sich über die laufenden Agrarverhandlungen an der MC14 aus. Sie brachten ihre Unterstützung und Hoffnung auf ein erfolgreiches Ergebnis der MC14 zum Ausdruck und bezeichneten die Ernährungssicherheit als oberste Priorität. Unter der Voraussetzung, dass ihre Anliegen berücksichtigt werden, bekräftigten die G10-Mitglieder ihre anhaltenden Bemühungen um eine konstruktive Beteiligung an den Agrargesprächen an der MC14 und darüber hinaus.

Als Nettoimporteure von Nahrungsmitteln hoben die G10-Mitglieder hervor, wie wichtig es ist, dass ihre Positionen in den laufenden Agrarverhandlungen berücksichtigt werden, und betonten die Notwendigkeit eines ausgewogenen und umfassenden Ergebnisses. Die Gruppe ist insbesondere besorgt über die anhaltende Ernährungsunsicherheit, Lieferunterbrüche und Preisinstabilitäten und bekräftigte, dass die WTO einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung der weltweiten Ernährungssicherheit sowie zur Vorhersehbarkeit internationaler Märkten leisten muss. Darüber hinaus ist die Gruppe der Ansicht, dass Fortschritte im Bereich der Exportrestriktionen ein wichtiges Element für die globale Ernährungssicherheit sein könnten. Im Hinblick auf die Zeit nach der MC14 stellten die G10-Mitglieder fest, dass die weiteren Diskussionen ausgewogen geführt werden und dem Ergebnis zukünftiger Verhandlungen nicht vorgreifen sollten, wobei die Ziele der globalen Ernährungssicherheit im Zentrum stehen sollen.

Die G10-Mitglieder vereinbarten, in den WTO-Verhandlungen weiterhin eng zusammenzuarbeiten, die Anliegen der Nettoimporteure von Nahrungsmitteln hervorzuheben und zur Transformation hin zu nachhaltigeren und resilienteren Landwirtschafts- und Ernährungssystemen beizutragen.