Im Ausland erbrachte private Sicherheitsdienstleistungen im Jahr 2025: Zehnter Tätigkeitsbericht des EDA
Bern, 13.05.2026 — Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. Mai 2026 den 10. Tätigkeitsbericht zur Umsetzung des Bundesgesetzes über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen (BPS) zur Kenntnis genommen. Laut dem Gesetz sind Unternehmen, die von der Schweiz aus private Sicherheitsdienstleistungen im Ausland anbieten wollen, verpflichtet, diese vorgängig der zuständigen Behörde zu melden. Im Jahr 2025 gingen bei den zuständigen Behörden 82 Meldungen von Unternehmen ein. Es wurde kein Verbot ausgesprochen, jedoch wurden zwei Strafanzeigen an die Bundesanwaltschaft eingereicht.
Die zuständige Stelle für die Umsetzung des BPS ist die Sektion Exportkontrolle und private Sicherheitsdienste (SEPS) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Im Jahr 2025 wurden insgesamt 82 Tätigkeiten aus unterschiedlichen Tätigkeitskategorien gemeldet. Die SEPS führte 2025 ein Prüfverfahren durch, dieses war bis Ende des Jahres noch nicht abgeschlossen. Im Berichtsjahr führten die Kontrollen der zuständigen Behörde zudem in zwei Fällen zur Einreichung einer Strafanzeige an die Bundesanwaltschaft. Private Sicherheitsdienstleistungen, die zu einer unmittelbaren Teilnahme an Feindseligkeiten oder zu schweren Menschenrechtsverletzungen führen könnten, wurden 2025 keine festgestellt. Solche Aktivitäten sind gemäss Artikel 8 und 9 BPS verboten.
Stärkung der Kooperation auf nationaler und internationaler Ebene
2025 intensivierte die Behörde den Dialog mit den Kantonen, um die Wahrnehmung für da BPS zu stärken und klare Ansprechpersonen zu etablieren. Um diesen Austausch zu vertiefen, fand Ende September 2025 in Bern ein Anlass zum zehnjährigen Bestehen des BPS statt, bei dem sich Vertreterinnen und Vertreter aus Justiz, Polizei, Verwaltung, Politik und Verbänden über die Entwicklung des Sicherheitsmarkts, die Rolle privater Sicherheitsdienstleister sowie die Erfahrungen aus einem Jahrzehnt Gesetzesanwendung austauschten.
2025 unterstützte die zuständige Behörde zudem die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu privater Sicherheits- und Militärunternehmen (PMSCs) führte bilaterale Gespräche mit ausländischen Regulierungsbehörden und setzte sich im Rahmen des Montreux-Dokument-Forums für einen verstärkten Austausch innerhalb des etablierten Fachnetzwerks ein.
